Heute blicken wir auf den 5:0 Heimsieg der Roosters gegen die Hamburg Freezers zurück.
Als besondere Zugabe hat Derek Peltier für uns die Ehrenrunde gefilmt
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Heute blicken wir auf den 5:0 Heimsieg der Roosters gegen die Hamburg Freezers zurück.
Als besondere Zugabe hat Derek Peltier für uns die Ehrenrunde gefilmt
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In diesem Video findet ihr den letzten Teil der Ausschnitte des Fan-Talks vom 10.01.2012
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Teil 2 der Ausschnitte des Fantalks vom 10.01.2012
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Teil 1 der Ausschnitte des Fantalks vom 10.01.2012
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(Das Interview wurde am 26. Oktober 2011 geführt)
Du bist im August erstmals in Europa gelandet. Was waren deine ersten Eindrücke von Europa, von Deutschland?
Also abseits vom Eis fühlten wir uns zu Beginn wirklich etwas verloren. Wir kamen an und wurden direkt zu unserer Wohnung, die wirklich sehr schön ist, gebracht. Aber wir hatten da noch kein Internet und keinen Kabelanschluss und wir kannten uns auch in der Stadt noch nicht so aus. Zum Glück haben uns aber ein paar Teamkameraden zumindest den nächsten Supermarkt gezeigt, so dass wir für die ersten Tage verpflegt waren. Dann kamen die Jungs von der Geschäftsstelle aber bald zu uns und haben uns ans Fernsehen und Internet angeschlossen, die waren uns wirklich eine große Hilfe. Also die ersten Tage waren wirklich ziemlich ungewöhnlich, aber nachdem wir uns etwas
eingewöhnt haben, fühlen wir uns jetzt wirklich wohl hier.
Das Autofahren ist in Deutschland auch etwas gewöhnungsbedürftig, vor allem auf den Autobahnen. Man kommt sich erst einmal ziemlich komisch vor, wenn man überall seine Geschwindigkeit den Verkehrsschildern anpasst und dann reihenweise überholt wird. Aber ich glaube, das habe ich mittlerweile auch in den Griff bekommen. Abgesehen von der Geschwindigkeit auf der Autobahn sind unsere Verkehrsregeln aber ziemlich ähnlich, so groß war die Umstellung hier also nicht.
Wie ist Derek Peltier aus Plymoth, Minnesota, eigentlich zum Eishockeysport gekommen?
Das ist eigentlich schon komisch gelaufen. Aus meiner Familie hat nämlich niemand zuvor Eishockey gespielt. Hinter unserem Haus war aber ein See, der im Winter tief eingefroren war. Dann spielten und skateten die Kids dort immer. Mit drei Jahren habe ich auch zum ersten Mal dort auf Schlittschuhen gestanden und irgendwie hat es sich dann so ergeben, dass ich mit gespielt habe. Ich habe dann über den Verein und die Schule immer mehr Eishockey gespielt, dabei bin ich immer zwischen Sturm und Verteidigung gewechselt. Auf einer Stufe bleibt man dort immer für zwei Jahre und ich habe zumeist im ersten Jahr Stürmer und im zweiten dann Verteidiger gespielt. Erst mit etwa 15 bin ich dann mit der Verteidigerposition fest verwachsen.
Wenn du doch sogar Stürmerblut in dir trägst, warum bist du dann so zurückhaltend mit dem Toreschießen? Mehr als sieben Treffer in einer Saison konnten wir in deinen Stats nicht finden…
Ich war schon immer mehr ein Paßgeber als ein Schütze, auch wenn ich in meinen Teams oft im Powerplay eingesetzt wurde. Dabei habe ich sicherlich schon einige gute Schuß-Gelegenheiten ausgelassen, aber das ist halt mein Spiel.
Nachdem du das Schlittschuhlaufen als eine große Stärke von dir erwähnt hast, können wir auch erfahren, was du als eine persönliche Schwäche ansiehst?
Ähm, eine Sache, die ich gerne verbessern möchte und an der ich arbeite ist mein Schuß. Da kann man immer etwas dran verbessern und das versuche ich schon seit Jahren. Und etwas mehr Konstanz, immer auf einem guten Level zu spielen, das wünsche ich mir. Je konstanter du deine Leistung bringst, umso besser bist du als Spieler.
Warum trägst du die Nummer 5?
Das ist eine gute Frage, ich habe eigentlich keine Ahnung. Ich habe die 5 im College für ein paar Jahre getragen. Daraus ist auch mein Spitzname entstanden, ich wurde “Fiver” oder “Nickel” genannt, manchmal auch “Pelts”. Das ist dann bei mir hängen geblieben und ich habe die 5 mit in den Profisport übernommen.
Was sind deine persönlichen Ziele für deine erste Saison in Europa?
Ich möchte eine erfolgreiche Saison spielen und mit dem Team die Play-Offs erreichen. Über persönliche Ziele mache ich mir weniger Gedanken, meine eigenen Zahlen und die Statistik spielen eine untergeordnete Rolle. Ich möchte aber schon gerne eine Plus/Minus-Bilanz im positiven Bereich haben. Ansonsten steht der Erfolg des Teams für mich an erster Stelle, denn je erfolgreicher ein Team ist, desto erfolgreicher ist eine Saison auch für jeden Einzelnen von uns.
Persönlich möchte ich neben dem Sport auch etwas Deutsch lernen. Einige von uns nehmen auch einmal die Woche ein paar Stunden an einem Deutschkurs teil, Spina, Giuliano, Fretter, Ardelan und Skinner sind dabei. Und unsere Frauen sind auch dabei, das ist schon eine nette Gruppe.
Die ersten Brocken Deutsch habe ich schon gelernt, bevor wir hier gelandet sind… “Zwei Bier bitte”!!!
Hast du dir in deinem jungen Alter schon Gedanken gemacht, was du in der Zeit nach dem Profisport machen wirst?
Also im College habe ich einen Abschluß in Wirtschaftswissenschaften gemacht, aber erst einmal möchte ich Eishockey spielen solange ich es kann. Ich weiß, dass irgendwann der Moment kommt, in dem man sich Gedanken darüber macht, aber bisher war das bei mir noch nicht der Fall. Ich kann mir aber schon vorstellen, in die Wirtschaft zu gehen oder irgendwelche Dinge zu verkaufen. Ich bin jemand, der gerne zu den Leuten geht und mit ihnen redet, Verkauf wäre also nicht schlecht. Und dazu auf jeden Fall dem Eishockeysport verbunden bleiben, beispielsweise als Nachwuchs-Coach.
Du bist hier in Iserlohn in einem der kleineren Clubs in Deutschland gelandet. Wie gefallen dir Verein und Organisation der Roosters?
Ich finde, dass der Club gut aufgestellt und organisiert ist. Mir gefällt unser Kabinentrakt mit den Fitneßmöglichkeiten dabei sehr gut. Ich mag aber auch diesen Raum hier, die Sportsbar, der eine richtig gute Atmosphäre verbreitet. Am besten gefällt mir aber die enge Atmosphäre bei den Spielen, das kann man wirklich genießen als Spieler.
Und was sagst du zur Liga, der DEL?
Ich denke, es ist eine recht starke Liga. In Sachen Technik und Talent kann man sie schon gut mit der AHL vergleichen. Der große Unterschied ist sicherlich die Größe der Eisfläche, und dann gibt es weniger Faustkämpfe und weniger direkte Checks. Letzteres kommt vor allem eben durch die Größe des Eises, du hast mehr Platz um auszuweichen. Dass es weniger Fights gibt stört mich nicht weiter, das war nie mein Ding. Hier musst du als Spieler vielseitiger sein, daheim gab es Teams, die hatten ihre Spezialisten, die eigentlich nur für Faustkämpfe da waren und weniger spielerisch drauf hatten. Ich meine, dass die Faustkämpfe nicht wirklich die attraktive Seite am Eishockey sind, aber da die Fans das anscheinend lieben, gehört es halt dazu.
Nach den Kaderveränderungen im Sommer, beispielsweise die Verpflichtung von Jeff Cowan, haben unsere Fans eine Entwicklung des Teams zu mehr physischem Spiel und auch zu mehr Fights hin erwartet. Das ist bisher nicht wirklich eingetroffen, gibt es hier “Bremsen” oder Anordnungen an die Jungs?
Nein, ich denke, es war einfach nicht nötig. Wenn die Zeit für einen Fight gekommen ist wird der betreffende Spieler sicher nicht zurückgepfiffen, wenn es nicht völliger Unsinn wäre. Die richtigen Gelegenheiten waren einfach noch nicht da. Du gehst ja nicht einfach raus und machst einen Faustkampf um des Kampfes Willen, gewöhnlich passiert das nicht ohne Grund.
Man kämpft ja beispielsweise, um für einen Teamkameraden einzutreten, aber diese Gelegenheiten haben sich noch nicht richtig ergeben.
Bitte erzähl uns etwas über den größten und den schlechtesten Moment in deiner Karriere.
Den schlechtesten Moment hatte ich denke ich während meiner Collegezeit. Wir waren in jener Saison das als Nummer 1 gesetzte Team im Land angetreten und verloren damals in der ersten Play-Off-Runde gegen ein Team, gegen das wir nie im Leben hätten verlieren dürfen. Wir hatten so eine großartige Vorrunde gespielt und schwammen auf einer Euphoriewelle, wir hatten die Meisterschaft ins Auge gefaßt, und dann enttäuschten wir uns selbst und die ganze Organisation. Es war wirklich eine ganz bescheidene Sache für mich.
Der beste Moment meiner Karriere war definitiv mein erstes NHL-Spiel in meiner Heimatstadt, von dem ich euch schon erzählt habe.
Hattest du früher besondere Vorbilder oder Idole im Eishockeysport?
Also mein Lieblingsspieler als ich aufwuchs war Steve Yzerman von den Detroit Red Wings. Jetzt würde ich Niklas Lidström als meinen Lieblingsspieler nennen, einen Verteidiger natürlich. Ich wuchs als Fan der Red Wings auf und hatte immer viel Spaß dabei, mir Spiele dieses Teams anzuschauen. Vielleicht kann ich das Jersey der Red Wings ja auch irgendwann nochmal anziehen, das wäre sicher eine tolle Sache für mich.
Was machst du bei langen Busreisen zu einem Spiel, wie versuchst du, die sogenannten Busbeine zu vermeiden?
Also ich finde die Busreisen jetzt nicht so übermäßig lang, die längste war glaube ich so 6 oder 7 Stunden lang. Das ist eigentlich in der AHL nicht viel anders, ich habe also schon oft so lang im Bus gesessen. Meist schlafe ich ein wenig und höre etwas Musik oder schaue einen Film auf meinem Computer. Irgendwie bekomme ich die Zeit schon rum. Für die groß gewachsenen Jungs ist es sicher deutlich unbequemer im Bus als für mich. Ihr Fans habt da sicher mehr Spaß im Bus…
Wie bereitest du dich im Sommer zuhause auf eine neue Saison vor?
Ich gehe meist mit einem Kumpel zusammen ins Fitness-Studio für ein paar Workouts. Laufen ist eigentlich nicht so mein Ding, ich gehe lieber aufs Spinning-Rad. Aber diesen Sommer habe ich an ein paar Cross-Läufen teilgenommen.
Zur Entspannung gehe ich dann im Sommer gerne fischen oder Golf spielen. Und manchmal gehe ich auch in die Wälder zum Fasane jagen. Das ist allerdings wirklich sehr selten, da die Jagdsaison meist mit der Hockey-Saison zusammenfällt und ich dann unterwegs bin. Und ich spiele auch mal gern Tennis.
Gibt es abseits des Eishockeys interessante Persönlichkeiten, die du gern einmal kennenlernen möchtest?
Hmm.. schwierige Frage. Euch hier natürlich, das kann ich jetzt auf meiner Liste abhaken (lacht). Aber so wirklich fällt mir niemand Passendes ein.
Erzähle uns noch etwas über deine privaten Vorlieben, was Essen, Getränke usw. betrifft.
Ganz klar Steaks in allen Varianten. Am liebsten ein schönes großes Steak mit gerösteten Kartoffeln, das liebe ich. Ein besonderes Rezept für die Fans habe ich dabei nicht, ich lege einfach alles auf den Grill, was kommt… Wir rösten unsere Kartoffeln gleich zusammen mit den Steaks auf dem Grill, sie werden in Alufolie eingewickelt und mit Butter und Rosmarin gewürzt, das schmeckt klasse.
Mein Lieblingsgetränk zuhause ist ein Bier namens Coors Light, hier habe ich schon einige Biersorten ausprobiert, aber noch keinen Favoriten gefunden. Ich gehe gerne in den Bierladen gegenüber vom Marktkauf, schnappe mir einen Getränkerahmen und packe viele verschiedene Sorten rein. Was mir schon aufgefallen ist, ist ein sehr würziges Landbier. Aber ich probier schon gerne, ich bin da nicht so pingelig. Und ansonsten trinke ich Milch und viel Wasser und beim Essen mal eine Sprite. Aber an und für sich versuche ich, nicht zu oft Limonade zu trinken.
Wenn ich den Fernseher einschalte oder am Computer einen Film schaue, bin ich auch nicht so wählerisch. Ich schaue viele verschiedene Dinge. Sehr gerne sehe ich die TV-Serien “Californication” und “Dexter”, die laufen auch auf meinem Laptop auf Auswärtsfahrten, und “Two and a half Men”.
Mal was ganz anderes: Welche drei Dinge würdest du mit auf eine einsame Insel nehmen?
Zuerst einmal natürlich meine Frau… ich will ja keinen Ärger bekommen (grinst). Dann muss ich mal überlegen… vielleicht etwas Bier… und vielleicht ein Boot, mit dem ich aufs Meer hinaus rudern und Fische fangen könnte.
Und mit wem würdest du dich für ein Candle Light Dinner verabreden, wenn nicht mit deiner Frau?
Hmmm… lass mich kurz überlegen. Vielleicht Jennifer Aniston. Sie ist eine meiner Lieblingsschauspielerinnen. Aber verratet das nicht meiner Frau (lacht).