Du bist ein Typ der ehrlichen Worte. Du gehst hart mit Dir selbst und mit der Mannschaft ins Gericht. Wird das weiterhin so bleiben oder hast Du von irgendwem die Order bekommen, Dich in diesem Bereich zurück zu halten, weil die Spieler mit mehr Erfahrung das eventuell falsch verstehen könnten?
Stefan Langwieder: Da geht es ja erst mal los (grinst). Ich glaube, verstehen werden sie nicht allzu viel, wenn sie etwas in der Zeitung lesen sollten. Die meisten der neuen Spieler können ja noch nicht so gut deutsch.
Ich habe damit aber eigentlich noch nie Probleme gehabt. Ich denke auch nicht, dass ich schon jemanden persönlich kritisiert habe. Ich kann mich noch an eine Situation erinnern, wo der Robert (Hock) mal mit mir geredet hat, als ich mich vor den Danny (aus den Birken) gestellt habe. Das war letztes Jahr – man kann darüber streiten, wie das ablief, aber ich fand, dass seine Leistungen nicht so schlecht waren. Gerade nach dem Spiel in Mannheim habe ich mich halt vor ihn gestellt und ihm gesagt, dass er ein super Spiel gemacht hat. Robert hat mir dann nur gesagt, dass ich ein bisschen aufpassen sollte, wie ich etwas sage, weil das falsch ankommen könnte.
Aber prinzipiell hatte ich in der Richtung noch nie Probleme. Wie gesagt – ich würde auch nie jemanden kritisieren, weil ich weiß, dass ich selber nicht der beste Eishockeyspieler bin und selber meine Fehler mache. Es wäre schlimm, wenn dann jeder anfangen würde, auf einen mit dem Finger zu zeigen. Das hat man beim Fußball genug, das brauchen wir bei uns nicht auch noch.
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